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Alte Muttertagsgedichte









Wenn ich von dir gehen müßte

Wenn ich von dir gehen müßte, mein Kind,
Du würdest nicht nach mir fragen,
Du würdest nicht einmal meinen Namen sagen,
Du würdest fröhlich sein, wie alle Kinder sind.

Die Tränen deiner Mutter würdest du nicht verstehn.
Wenn du größer würdest, sie würden dir Bilder zeigen,
Deine Mutter würde sich weinend darüber neigen,
Dir sagen, das sei dein Vater gewesen,
Ihr würdet Briefe und Verse und Bücher lesen -
Die Schwermut deiner Mutter würde, dunkele Wolke, über dein Jugendland gehn.

Deine Mutter, mein Kind, die dürftest du nicht verlieren,
Ohne Mutter ein Kind muß im Leben erfrieren.
Vater und Mutter - ach, Mutter ist viel, viel, viel mehr.
Ohne Mutter ist Schmerz erst Schmerz und das Schwere erst schwer.

Christians



Mutter

Mutter, du bist mir verklärt.
Jeder Blick ein Segenspenden.
Was mir Liebes widerfährt,
Kommt aus deinen lieben Händen.

Elisabeth Kolbe



Mutterliebe

Wehe, wer sie nie gewonnen,
Dreimal weh', wer sie verliert,
Mutterliebe, heil'ger Bronnen
Aller Tugend, die uns ziert!
Urquell aller edlen Triebe,
Tau, der sie befruchtend rinnt,
Nichts so sehr als Mutterliebe
Macht den Menschen gutgesinnt.

Ach, wie oft wird sie vergolten
Mit des Undanks Tat und Wort,
Wird verkannt und hart gescholten,
Dieser beste Kindeshort!
Aber einmal doch im Leben
Kommt dem Kind die Reuezeit,
Und zum segnenden Vergeben
Ist die Mutter gern bereit.

Hat ein Unheil dich betroffen,
Wohl dir, wenn ein Trost dir blieb,
Der dich stärkt zu neuem Hoffen:
,,Meine Mutter hat mich lieb."
Hin zu ihr, wenn du verloren
In des Lebens Sturm den Pfad,
Sie, die dich in Schmerz geboren,
Hilft dir gern mit Rat und Tat.

Preis der Mutterliebe! Ehre
Stets ihr heiliges Gebot,
Achte ihrer frommen Lehre,
Bau' auf ihren Schutz in Not.
Sie kann nimmermehr verderben,
Ihre Macht verkümmert nie,
Mutterliebe kann nicht sterben,
Ueberm Grab noch waltet sie.

Karl Frohme



Muttchen

Wie sie sich freuen konnte an dem Wort,
Die frische Kleine mit dem warmen Herzen.
Ihr nahm der Tod ja schon die Mutter fort,
Eh' sie vermochte noch, mit ihr zu scherzen.

Wenn nun das große Kind im weißen Haar
Den weichen, linden Kosenamen nannte,
Dann war ihr das zu hold, zu wunderbar,
Und lächelnd sprach sie's nach der lieben Tante.

Wie eines Vögelchens Gezwitscher klang's,
So süß, so herzig aus dem kleinen Munde.
Und dann von ihren heißen Lippen rang's
Noch einmal sich in ihrer Sterbestunde.

Die Züge schon verändert schauerlich,
Vergaß sie es doch nicht im Todesleiden.
Grüß' Muttchen! war ihr letztes Wort an mich;
Und ihre liebe Stimme brach im Scheiden.

Elisabeth Kolbe



Meine Mutter

Wollt nicht nach meiner Liebe fragen,
Und wem dies Herz ergeben sei,
Es würd' aus tiefstem Innern sagen,
Daß es von solchem Drange frei.

Befähigt bin auch ich zum Lieben,
Ich weiß gar wohl von heißer Glut,
Doch Alles das ist mir geblieben
Für meine Mutter hold und gut.

Wie, sollt' ich diese Liebe theilen,
Benehmen ihr das Erstlingsrecht,
Um fremde Herzen zu ereilen,
Die nie so treu, die nie so echt?

Von meines Lebens ersten Tagen,
Zu jeder Zeit, an jedem Ort
Hat dieses Herz für mich geschlagen
Und lebt auch jetzt noch für mich fort.

Ward eine Freude mir gespendet,
Wie lächelte ihr Aug' und Mund!
Ihr selbst hat dann sich zugewendet
Der Segen meiner guten Stund'.

Und wenn des Schmerzes Sturm und Wellen
Mein Lebensschifflein wild umbraust,
Ihr Blick konnt' sich für mich erhellen,
Ob ihrem Geist auch selbst gegraust.

Wenn sie die Hand auf's Haupt mir legte,
Zog Frieden ein in meine Brust,
Das Weh, das noch so heiß sich regte,
Verstummt, der Liebe sich bewußt.

Und hatte mich die Welt betrogen,
Brach Täuschung, Angst und Noth herein,
Zu meiner Mutter bin gezogen
Ich wie ein Kindlein schwach und klein.

Der Trost, den nirgends ich erspähet,
Erwuchs auf ihrer Liebe Grund,
Vom Himmel hat sie ihn erflehet,
Und meine Seele ward gesund.

So bin ich dann zurückgekehret,
Vertrauen konnt‘ ich nun auf’s neu,
Denn Mutterlieb‘ hat mich belehret,
Daß noch auf Erden wahre Treu.

Oft war ich selbst verwirrt, verblendet,
Flocht‘ Dornen in ihr Leben ein,
Vergebung hat sie stets gespendet,
Wo Andre nimmermehr verzeihn!

So laßt mich meine Mutter ehren
Als meines Lebens hellster Stern,
Dess‘ Licht und Wärme zu begehren,
Ich alle andern opf’re gern.

M. Mirbach



Die liebste Last

O, sieh den kleinen Springer schweben
Herab von seiner Mutter Schooß.
Kaum kann sie ihn noch tragen, heben,
Der Bube wird so schwer, so groß!

Bald schaukelt er auf ihren Knieen,
Bald tanzt er keck auf ihrem Arm
Das ist ein Haschen und ein Fliehen!
Nicht wahr, er macht dich müd' und warm?

Sie kann es freilich nicht verhehlen
Und nickt ein Ja in scheuer Hast.
Wie weiß der Junge sie zu quälen,
Indeß, - wie süß ist diese Last!

Doch Last? Du mußt das Wort vergeben!
Denn wandelt Last sich nicht in Lust,
Wo solch ein jugendliches Leben
Erblüht an einer Mutter Brust?

Wohl mag des Körpers Kraft versagen,
Doch Mutterstärke wanket nicht.
Sie bleibt der Halt in allen Lagen,
Wenn jede andre Stütze bricht.

Und ward zum Manne einst der Knabe,
Sie trägt getreulich sonder Rast
Im Herzen bis zu ihrem Grabe
Ihn weiter als ,,die liebste Last".

M. Mirbach




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