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Reime zum Muttertag









Heimkehr der Mutter

Gut ist's daß diese Tage enden!
Die Einsamkeit war schwer genug,
sie lähmte meine Lust am Schaffen
und der Gedanken freien Flug.

Ein Haus, in dem die Mutter fehlet,
gleicht einem Raume ohne Licht.
Der Trübsinn stiert aus allen Ecken,
indem das Beste uns gebricht.

Zwar nicht mit ungestümen Klagen,
doch oft mit sehnsuchtsvollem Blick,
fragt mich das Angesicht der Kinder:
,,Wann kommt die Mutter denn zurück?"

Seid still, sie kommt, in wenig Tagen,
und schließt euch wieder an ihr Herz,
und nur mehr wie ein leichter Schatten
wahrt die Erinnerung den Schmerz.

Doch walte Gott, daß ihr empfunden
schon jetzt, was Mutterliebe heißt:
ein Glück, das keine Macht ersetzet,
kein Mund in wahrer Größe preist.

Und wenn ihr bald nun zu ihr eilet,
mit Jauchzen und mit hellem Blick, -
dann will ich still zur Seite stehen
und freuen mich an eurem Glück.

Karl Kollbach



Der letzte Brief

. . . So hielten sie - er, mit nur wenigen Tapferen - wochenlang die heißumstrittene Höhe. Nun ist er - als Letzter - zu den himmlischen Heerscharen gegangen. Sein Höhengrab grüßt die heimatlichen Berge. Ein Schreiben, das wir bei ihm fanden, lege ich bei. Seien Sie stark und - stolz auf ihren Heldensohn! Er wird auch uns allen unvergeßlich bleiben! Hauptmann . . . .


Liebes Mutterl!

Na, na, nur nicht gleich wieder das Taschentuch 'raus
Über die nassen treuschimmernden Augen! -
Sieh', Mutterl, ich lebe in Saus und Braus
Und die ,,Höhenkur" tut mir gut taugen.
Ei, wüßtest Du doch, wie schön es hier ist
In der Berge Wunder und Schweigen,
Wo der Gletscherstrom weit in die Tiefe fließt
Und die Sternlein vom Himmel absteigen.
Die Spitzen und Schroffen im Kreis um mich her,
Die sind mir bekannt und ergeben:
Da ist der Herr Bader, der Sekretär,
Der Förster, der Wirt - wie sie leben.
Und der Mond, das ist des Herrn Vaters Gesicht,
Wenn es Güte versprach und auch - Hiebe,
Und die Sonne, wenn sie den Nebel durchbricht,
Ist's Mutterl, voll Sorge und Liebe.
Und neulich haben wir Kirchtag gehabt,
Da wurde das Tanzbein geschwungen;
Ich habe die Mundharmonie geschabt,
Dann ist noch manch Liedl erklungen.
Das Singen, freilich, gelingt oft nicht gut.
Die Luft liegt so hart in der Kehle . . .
Ein Juchzer aber gibt neuen Mut
Und erfrischt die träumende Seele.
Und Träumen, das ist wohl das Schönste dahier -
Recht weit in die Ferne sehen . . .
Da träumte mir kürzlich, der Brigadier
Ließ uns alle auf Urlaub gehen.
Wir aber sagten, das ginge wohl nicht -
So gern' wir die Heimat erreichen -
So lange der Welsche noch schießt und ficht,
So lange tun wir auch desgleichen! -
Doch sei Dir nicht bange, lieb' Mutterl mein,
So arg ist's ja gar nicht hier oben;
Wir sitzen in unseren Löchern fein,
Wenn sie unten wild raufen und toben.
Jetzt zünd' ich mir just mein Pfeiferl an
Und schreibe Dir diese Zeilen,
Vielleicht kommt indessen der Friede heran,
Dann will ich zum Mutterl heim eilen;
Dann will ich Dich nehmen in meinen Arm
Und ans treue Herz mich anschmiegen,
Ins Auge Dir schauen, lieb und warm -
Das sei mein Orden und Siegen!
Jedoch . .. .

-hier brach das Schreiben ab

Ernest



Mutterliebe

Das Mutterherz - der höchste Schatz,
Das Mutterherz - der schönste Platz,
Den Keiner wird vermissen!
Und trügest du schon graues Haar,
Er bleibt dir bis in's fernste Jahr,
Er wird dir nie entrissen.

Die Mutterliebe steht so hoch!
Wie find' ich würd'ge Worte doch,
Um ihr ein Lob zu singen?
Von deinem ersten Herzensschlag
In jeden Tag folgt sie dir nach
Mit nimmermüden Schwingen.

Und hättest du ihr selbst zum Lohn
Gewunden eine Schmerzenskron',
Sie kann nicht untergehen.
Kein Menschenherz wohl je ermißt,
Wie viel die Mutter doch vergißt
Bei ihres Kindes Flehen!

Und wer noch eine Mutter hat,
Bei ihr die sich're Ruhestatt,
O nein, er darf nicht weinen!
Selbst wenn die Mutter heimwärts zog,
Sie sorgt für uns, sie betet noch,
Bis wir uns ihr vereinen.

M.Mirbach



Mutterliebe

Frag deine Mutter, so alt sie ist,
Ob du nicht immer ihr liebstes bist.
Für dich nur sorgt und lebt sie allein,
Und ohne dich kann sie gar nicht sein.

Elisabeth Kolbe



Meiner Mutter

Mutter, aus der Ferne eilst du,
deinen Sohn zu sehen,
ach, die kranke Seele heilst du,
linderst ihre Wehen.

Bin zermartert, bin zerschlagen
wie im Sturm die Eiche,
doch bei dir vergeht mein Klagen,
Gute, Milde, Weiche.

Wer der Zeit Meduse schaute
schon mit jungen Jahren,
wem's in Höllentiefen graute,
früh hinabgefahren:

Laßt ihn in die treuen Augen
seiner Mutter blicken,
sanfte Wonne wird er saugen
und sich süß erquicken.

Karl Henckell

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